Titel: Asphaltbeton zur Maschinengrundmauerung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 264/Miszelle 1 (S. 45)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj264/mi264mi01_1

Asphaltbeton zur Maschinengrundmauerung.

Um die Fortpflanzung von Erzitterungen und Stöſsen von Maschinen auf Gebäudetheile zu verhindern und die Nachbarschaft vor dem störenden Geräusche des Maschinenbetriebes möglichst zu sichern, wird nach dem Praktischen Maschinen-Constructeur, 1886 * S. 460 ein besonders zubereiteter Asphalt als Bindemittel für das Mauerwerk von Maschinengrundbauten empfohlen. Dieser Asphalt erhält nach dem Erstarren genügende Härte und Bindekraft, ohne dabei seine Elasticität zu verlieren, so daſs jede schädliche Formänderung und Zerbröckelung ausgeschlossen sein soll; nur muſs hierbei das Grundmauerwerk vor dem Eindringen von abtropfenden Schmierölen durch einen Cementüberguſs bewahrt werden, weil sonst der Asphalt aufgelöst oder erweicht würde.

Die Form des zu erbauenden Fundamentes wird durch Bretterschalungen gebildet, Holzkästen und Holzstäbe als Sterne für die Aussparungen der Ankerschrauben u.s.w. eingesetzt, der Boden der Grube mit der auf 200° erhitzten flüssigen Asphaltschmelze ausgegossen, Lagen von erwärmten Bruchsteinen eingelegt, diese wieder übergössen, jedoch so, daſs die schmalen Zwischenräume sicher ausgefüllt werden. Der Aufbau wird schichtenweise vorgenommen, so zwar, daſs an jedem Tag nur eine Schicht aufgetragen wird; nach 12 Tagen soll die Erhärtung jenen Grad von Sicherheit erlangt haben, um die Maschine aufstellen zu können.

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