Titel: Erkennung von Silber, Nickel und Zinn in dünnen Schichten auf Metall.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 264/Miszelle 11 (S. 48)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj264/mi264mi01_11

Erkennung von Silber, Nickel und Zinn in dünnen Schichten auf Metall.

Silber, Nickel und Zinn lassen sich, in dünnen Schichten auf andere Metalle niedergeschlagen, schwer analytisch nachweisen. Loviton (Génie civil, 1886/87 Bd. 10 S. 198) gibt einige einfache Unterscheidungsmerkmale an, welche zum Theile auf der Erscheinung der Anlauffarben beruhen. Hält man eine Probe des zu untersuchenden Gegenstandes in die Flamme eines Bunsenbrenners, so zeigen folgende Färbungen:

Nickel = Gelblich grau, deutlich violetten Schimmer, blau mit schwarzem Schimmer (charakteristisch), grau mit grünem Schimmer.

Zinn = Gelbgrau, vorübergehend violetten Schimmer, grau mit getüpfelter Oberfläche, rauhe Oberfläche mit deutlich gelben Flecken.

Silber = Kleine violette und weiſse Punkte, plötzlichen Uebergang in grau mit weiſsen Punkten, gelblich graue rauhe Oberfläche.

Ein anderes Verfahren besteht darin, daſs man die zu untersuchende Probe etwa 10 Minuten in eine kochende concentrirte Kochsalzlösung taucht; nach dem Herausnehmen zeigt Nickel: röthlich violette Färbung, Zinn kaum merkliche graue Färbung und Silber gar keine Veränderung. Schlieſslich wird auch noch das Verhalten der drei Metalle gegen schwach erwärmtes verdünntes Schwefelammonium zu ihrer Unterscheidung benutzt: Silber wird schwarz, Zinnüberzug wird aufgelöst und Nickel bleibt unverändert.

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