Titel: Cassagnes' Steno-Telegraph.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 264/Miszelle 4 (S. 94)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj264/mi264mi02_4

Cassagnes' Steno-Telegraph.

G. A. Cassagnes hat in seinem Steno-Telegraph (vgl. 1886 261 353) einige Veränderungen vorgenommen, über welche im Engineering, 1887 Bd. 43 * S. 243 berichtet wird. Zunächst ordnet er die 20 Contactplatten der Vertheiler nicht so an, daſs sie den ganzen Umfang der Vertheilerscheibe erfüllen, sondern so, daſs sie nur einen Theil des Umfanges einnehmen, also bei jedem Umlaufe des Contactarmes 2 oder 3 Zeichen gegeben werden und zwar entweder mit derselben Tastenreihe oder mit 2 oder 3 verschiedenen Tastenreihen. Da ferner gewisse Gruppen von Tasten niemals gleichzeitig gedrückt werden, so gibt Cassagnes gewissen Paaren von auf einander folgenden Tasten eine gemeinschaftliche Contactplatte im Vertheiler, läſst die eine Taste einen positiven, die andere einen negativen Strom zur Contactplatte und nach dem zu empfangenden Amte senden, in letzterem aber legt er an die zugehörige Contactplatte zwei verschieden polarisirte Relais. Dadurch wird die Zahl der Contactplatten für jede Tastenreihe von 20 auf 12 herabgebracht. Endlich hat Cassagnes einen Streifenlocher ausgeführt und im Telegraph eine Reihe von Contactarmen oder Fingern angebracht, welche den gelochten Streifen abtelegraphiren, indem sie durch seine Löcher hindurch die Telegraphirströme entsenden. Mit so eingerichteten Telegraphen ist eine neue Reihe von Versuchen zwischen Paris, Orleans, Tours, Mâcon und Angoulême nach Paris zurück angestellt worden, bei denen bis zu 350km Entfernung 2400, bis zu 900km 12000 Wörter in der Stunde telegraphirt worden sein sollen.

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