Titel: Verfahren zur Herstellung einer Anstrich- und Isolirmasse.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 264/Miszelle 12 (S. 144)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj264/mi264mi03_12

Verfahren zur Herstellung einer Anstrich- und Isolirmasse.

Die Anstrichmasse von Ph. Cornely in Köln (D. R. P. Kl. 22 Nr. 38221 vom 17. Februar 1886) besteht aus Steinkohlentheer mit solchen Zusätzen, von welchen der eine Theil geeignet ist, den Wassergehalt des Theeres aufzunehmen und zu erhärten, der andere aber in Kitten besteht, welche fest werden und die ganze Masse in sich binden. Als Wasser aufnehmende, erhärtende Masse wird Cement benutzt, als Kitt Kalk mit weichem Käse (Quark), auſserdem der Rückstand, welcher bei der Fabrikation der schwefligen Säure aus Schwefelsäure und Holzkohle in den Retorten verbleibt und eine beim Trocknen sehr fest zusammenbackende Masse bildet. Der Kalk und der Käse werden zusammen vermählen und mit dem ebenfalls gemahlenen vorerwähnten Rückstande sowie dem gemahlenen Cement dem Steinkohlentheere zugesetzt und mit diesem verrührt. Als passende Mengenverhältnisse sollen sich auf 1000k Steinkohlentheer empfehlen: 20k Cement, 125k Kalk, 12k,5 Käse und 20k des genannten Rückstandes. Der Anstrich wird auſserordentlich hart und läuft angeblich bei stärkerer Erwärmung, namentlich in der Sonnenhitze, nicht ab; er schützt – und darin bestünde ein groſser Vorzug – die damit bedeckten Gegenstände in hohem Grade vor Fetter; die mit der Masse getränkten Dachpappen verkohlen nur bei andauernder Einwirkung groſser Hitze, ohne aber mit Flamme zu brennen, und die Gefahr der Fortpflanzung des Feuers würde damit sehr vermindert.

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