Titel: Neuerung an Dampfkesselfeuerungen mit Kohlenwasserstoffen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 264/Miszelle 5 (S. 139–140)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj264/mi264mi03_5

Neuerung an Dampfkesselfeuerungen mit Kohlenwasserstoffen.

Bei Anwendung von zerstäubten Kohlenwasserstoffen zur Feuerung von Dampfkesseln ist man meistens gezwungen, behufs Erlangung des zur Zerstaubung |140| nöthigen Dampfes, den Kessel erst mit anderen Brennmaterialien anzuheizen. Um diesem Uebelstande abzuhelfen, hat bereits Burgess (vgl. 1885 258 * 419) einen besonderen Dampferzeuger in der Feuerung angebracht, der es ermöglicht, den nöthigen Dampf zu erhalten, ohne den ganzen Kessel anzufeuern. Auf derselben Idee beruht der Apparat von P. Tarbutt in London (* D. R. P. Kl. 13 Nr. 36826 vom 10. Januar 1886): An Stelle des Rostes befindet sich ein Schlangenrohr, welches einerseits mit einem unter Druck befindlichen Wasserbehälter, andererseits mit dem Kohlenwasserstoff-Behälter in Verbindung gesetzt werden kann. Dieses Rohr wird durch ein kleines Holzfeuer genügend erhitzt und hierauf aus dem Druckbehälter Wasser tropfenweise zugeführt, welches sofort verdampft. Dieser Dampf strömt nun in den Feuerungsraum und reiſst die Kohlenwasserstoffe mit, welche sich über dem Schlangenrohre entzünden und dasselbe weiter erhitzen. Der Wasserzufluſs wird nun vermehrt und so lange fortgesetzt, bis der Kessel Dampf abgeben kann, worauf die Verbindung mit dem Druckbehälter abgestellt und Dampf aus dem Kessel in das Schlangenrohr geleitet wird. (Vgl. auch Archer 1886 262 * 370. Key 1887 263 * 240.)

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