Titel: Zipernowsky, Deri und Blathy's Regulirung elektrischer Wechselströme.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 264/Miszelle 8 (S. 142)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj264/mi264mi03_8

Zipernowsky, Deri und Blathy's Regulirung elektrischer Wechselströme.

In verwandter Weise, wie Zipernowsky und Deri (vgl. 1886 260 188) eine Selbstregulirung bei Wechselstrommaschinen erreichen wollen, streben C. Zipernowsky, M. Deri und O. T. Blathy (D. R. P. Kl. 21 Nr. 37780 vom 31. Januar 1886) auch eine Regulirung zwischen mehreren derselben Wechselstromquelle entstammenden Zweigströmen zu erreichen. Um bei Vertheilung von Wechselströmen mit unveränderlicher Stromstärke das gegenseitige Verhältniſs der Stärken von zwei oder mehreren Zweigströmen derselben Elektricitätsquelle constant zu erhalten, werden die von einer gemeinsamen Elektricitätsquelle stammenden Zweigströme durch die Bewickelung von Inductionsspulen oder Wechselstromtransformatoren derartig geleitet, daſs der Eisenkern jeder einzelnen der Inductionsspulen von zwei der Zweigströme oder von 2 Gruppen solcher Zweigströme in entgegengesetzter Richtung umkreist wird, um durch die in den Inductionsspulen auftretenden Inductionswirkungen diese Zweigströme zu regeln.

Handelt es sich um die Vertheilung von Wechselströmen mit constanter Stromspannung in dem Leitungssysteme, so wird der an einer Stelle von der Hauptleitung abzweigende Theilstrom oder der von diesem Theilstrome in einem Transformator erzeugte Secundarstrom durch die eine Bewickelung einer Inductionsrolle geleitet und durch die zweite Bewickelung dieser Rolle der an der Abzweigungsstelle in der Hauptleitung selbst vorhandene Strom derart geführt, daſs diese beiden Ströme den Eisenkern der Inductionsrolle in entgegengesetztem Sinne umkreisen. Die beiden Enden der von dem localen Theilstrom durchflossenen Bewickelung werden durch einen Widerstand mit einander verbunden, um die durch die Leitungswiderstände bedingten Aenderungen der Stromspannung an den verschiedenen Stellen der Leitung bei veränderlicher Stromstärke in derselben auszugleichen, d.h. die Verbrauchsstellen trotz veränderlicher Stromentnahme mit Strömen von unveränderlicher Spannung zu versehen.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: