Titel: Stögermayr und Glassner's magnet-elektrischer Stromerzeuger.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 264/Miszelle 7 (S. 189–190)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj264/mi264mi04_7

Stögermayr und Glassner's magnet-elektrischer Stromerzeuger.

In ihrem magnet-elektrischen Stromerzeuger wenden Fr. Ph. Stögermayr und Victor Glassner in Wien (* D. R. P. Kl. 21 Nr. 37909 vom 30. März 1886) 3 Spulen an, deren Kerne in einer Geraden hinter einander liegen, wie es die nebenstehende Figur zeigt.

Textabbildung Bd. 264, S. 189

Die beiden äuſsersten Spulen A und C werden in den Stromkreis einer Batterie geschaltet, zugleich mit einem Stromunterbrecher, welcher in der Minute 10000- bis 15000 mal den Strom unterbricht. Bei jeder Stromschlieſsung treten in den Kernen A und C die Magnetpole N und S auf und erzeugen in dem Kerne A der mittleren Spule die Magnetpole n und s, welche bei der Stromunterbrechung wieder verschwinden. Das Auftreten und Verschwinden der Pole n und s erzeugt in der mittleren Spule, welche in die Nutzleitung eingeschaltet ist, elektrische Wechselströme, welche durch einen Stromwender in einen Gleichstrom in der Nutzleitung umgewandelt werden können.

Zur Verstärkung des durch den in rascher Folge unterbrochenen elektrischen Strom erzeugten Magnetismus sind die drei Spulen noch von je einem hohlen Weicheisencylinder umschlossen, welche mit einem von der Nutzleitung zwischen Spule und Stromwender abgezweigten Leitungsdrahte umwickelt sind; eben derselbe Leitungsdraht ist auch um die drei Kerne gewickelt. Die Wickelungsrichtung ist so gewählt, daſs der Zweigstrom dem Batteriestrome parallel verläuft und diesen in der Erzeugung der Magnetpole unterstützt. Im Augenblicke der Unterbrechung des Batteriestromes entsteht der Oeffnungs-Inductionsstrom, dessen Richtung der des Schlieſsungs-Inductionsstromes entgegengesetzt ist, und dieser wird durch die Wirkung des Zweigstromes |190| wesentlich verstärkt, weil letzterer jetzt auch die Richtung gewechselt und deshalb entgegengesetzte Magnetpole hervorgerufen hat, während ohne den Zweigstrom bloſs einfach die früher vom Batteriestrome erzeugten Magnetpole verschwunden sein würden.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Orte
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: