Titel: Entfärbung von alkalischen Phenolphtaleїnlösungen durch Alkohol.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 264/Miszelle 11 (S. 248)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj264/mi264mi05_11

Entfärbung von alkalischen Phenolphtaleїnlösungen durch Alkohol.

Nach H. N. und C. Draper wird Ammoniak haltiger Alkohol durch Phenolphtalein nicht gefärbt. Versetzt man eine Phenolphtaleїnlösung mit wässerigem Ammoniak, so tritt Rothfärbung ein, welche jedoch auf Zusatz von Alkohol verschwindet; durch Verdünnen dieser farblosen Lösung mit Wasser wird die Färbung wieder hervorgerufen, während sie durch Zusatz von genügend Alkohol neuerdings zum Verschwinden gebracht werden kann. Durch Erwärmen wird die entfärbende Wirkung des Alkohols unterstützt, indem eine mit Alkohol bis zur eben noch sichtbaren röthlichen Färbung versetzte Lösung durch Erhitzen entfärbt wird, nach dem Abkühlen aber wieder roth erscheint. Wie die Verfasser angeben, beruht diese Erscheinung auf der Wasser entziehenden Wirkung des Alkohols, wodurch eine farblose, wasserfreie Ammoniakverbindung des Phenolphtaleins gebildet wird. Sie stützen ihre Ansicht auf den folgenden Versuch: Tränkt man bei 100° getrocknetes Flieſspapier mit einer alkoholischen Lösung von Phenolphtalein und trocknet es darauf, so wird es selbst bei 10 wöchentlicher Einwirkung durch trockene Ammoniakdämpfe nicht gefärbt, die Färbung wird aber sofort durch Anfeuchten des Papieres mit destillirtem Wasser hervorgerufen. Ersetzt man das Ammoniak durch Kali- oder Natronlauge, so treten ebenfalls Entfarbungserscheinungen auf; dieselben beruhen bekanntlich jedoch, wie auch die Verfasser bestätigt haben, lediglich auf der Wirkung der aus der Luft absorbirten Kohlensäure. (Nach der Chemical News, 1887 Bd. 55 S. 133 und S. 143.)

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