Titel: Nachweis von Bor in Milch und ähnlichen Flüssigkeiten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 264/Miszelle 10 (S. 352)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj264/mi264mi07_10

Nachweis von Bor in Milch und ähnlichen Flüssigkeiten.

Der Nachweis von Bor in Milch kann mittels der Flammenreaction auf gewöhnliche Weise wegen der gleichzeitigen Anwesenheit gröſserer Mengen von Natronsalzen nicht durchgeführt werden. M. Kretschmar empfiehlt deshalb in der Chemiker-Zeitung, 1887 Bd. 11 S. 477 die Milchprobe stark durchzuschütteln, um etwa ausgeschiedenes Calciumborat zu suspendiren, 5 bis 6cc abzumessen und in einem Platintiegel mittels kleiner Flamme auf ⅓ einzuengen. Hierauf versetzt man mit wenigen Tropfen rauchender Salzsäure und dampft weiter ein, während man gleichzeitig über der Tiegelöffnung die nicht leuchtende Flamme eines Bunsenbrenners anbringt. Bei Gegenwart von Borsäure erscheint nach wenigen Minuten die grüne Flammenfärbung, welche sich bis zum Auftreten brennbarer Dämpfe wahrnehmen läſst. Man kann auf diese Weise allerdings nicht entscheiden, ob freie Borsäure oder Borat der Milch zugesetzt war; allein die Reaction ist scharf genug, um Bor in irgend nennenswerther und vom hygieinischen Standpunkte in Betracht kommender Menge aufzufinden. (Vgl. auch Th. Rosenbladt 1887 263 258.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: