Titel: Herstellung wasser- und feuerbeständiger Asbestpappe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 264/Miszelle 7 (S. 351)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj264/mi264mi07_7

Herstellung wasser- und feuerbeständiger Asbestpappe.

Nach E. G. H. Ladewig in Rathenow (D. R. P. Kl. 55 Nr. 38788 vom 13. April 1886) wird der zur Verwendung kommende Asbest, nachdem er auf mechanischem Wege zertheilt und zerkleinert ist, mit Glycerin (auf 100k Asbest etwa 4 bis 6k Glycerin) in der Weise getränkt, daſs man zu den 4 bis 6 Th. Glycerin etwa 5 bis 10 Th. Wasser mischt, wobei man gleichzeitig behufs innigerer Verbindung des Asbestes noch etwa 4 bis 6 Th. Fischleim dieser Lösung zufügt. Diese Mischung wird nun in üblicher Weise unter Zusatz von vorher in heiſsem Wasser gelöster Harzseife in einem Holländer gut gemahlen und alsdann mit sogen. Löthwasser (im Verhältnisse von 12k Zink und 20 bis 24l Salzsäure) versetzt.

Nach Ladewig's Versuchen sollen Asbestfasern, unmittelbar mit Chlorzink behandelt, getrocknet und der Flamme ausgesetzt, bedeutend an Geschmeidigkeit verlieren, so daſs der Werth derselben sehr beeinträchtigt wird. Wenn man dagegen den vorher mit Glycerin getränkten Asbest mit dem in genanntem Verhältnisse zugesetzten Löthwasser behandelt, so soll weder die geringste Verkohlung stattfinden, noch die Asbestfaser spröde werden.

Der auf diese Weise erhaltenen Masse, welche in bekannter Weise auf Maschinen zu Pappe oder Papier verarbeitet wird, kann, ohne die Feuerbeständigkeit zu beeinträchtigen, ein aus etwa 10k Graphit und 50l Wasser bestehender Brei zugesetzt werden, um der Pappe oder dem Papiere ein Gummi ähnliches Aussehen zu geben.

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