Titel: Fabricius und Zawrzel's Schmelz- und Löthschale.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 264/Miszelle 2 (S. 406–407)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj264/mi264mi08_2

Fabricius und Zawrzel's Schmelz- und Löthschale.

Eine Schale, welche sich sowohl ihrer Form wegen, als auch insbesondere vermöge des Materials, aus welchem sie besteht, vorzüglich zum Schmelzen von Metallen in kleineren Mengen und zum Löthen von kleineren Metallgegenständen eignet, haben C. Fabricius und A. Zawrzel in Wien (* D. R. P. Kl. 49 Nr. 37272 vom 29. Januar 1886) angegeben. Diese Schale liegt in einem Metallteller, welches von einem Stabe oder Fuſse getragen wird, und ist mit einem Deckel versehen, welcher mit seinem Rande nicht auf dem Rande der Schale liegt, sondern durch drei oder vier vorstehende Stifte in einem kleinen Abstande von der Schale gehalten wird, um der Schmelz- oder Löthflamme den Abzug zu gestatten.

Textabbildung Bd. 264, S. 406

Der Deckel ist mit einem Henkel zur Handhabung und mit einem Ausschnitte für den Eintritt der Flamme versehen. Die Schale und ihr Deckel werden aus einer Mischung von 40 G.-Th. gepulverter Holzkohle, etwa 1 Th. Borax und ungefähr 10 Th. irgend eines pflanzlichen Klebmittels hergestellt, indem man aus diesen Stoffen mit Wasser einen Brei anmacht, diesen Brei in die gewünschten Formen preſst und trocknet. Als Klebmittel können alle mehligen, Zucker und Stärke haltigen Substanzen, wie Rüben- oder Kartoffelbrei, Mehl o. dgl., verwendet werden.

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Will man die Schale zum Löthen gebrauchen, so hebt man den Deckel ab, legt den zu löthenden Gegenstand ein und läſst die Löthflamme in bekannter Weise darauf wirken.

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