Titel: Tabony's elektrische Wächtercontroluhr.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 264/Miszelle 5 (S. 462)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj264/mi264mi09_5

Tabony's elektrische Wächtercontroluhr.

Eine sehr einfache Wächtercontroluhr ist von J. H. Tabony angegeben worden. Dieselbe besteht nach der Lumière électrigue, 1886 Bd. 22 * S. 381 aus irgend einem Uhrwerke, auf dessen Zifferscheibe eine ringförmige Schieferplatte angebracht ist. Auf dieser Platte sollen die Controlzeichen niedergeschrieben werden. Zu diesem Zwecke sind die Zeiger der Uhr weggenommen und dafür ist auf die Achse des Stundenzeigers ein Arm aufgesteckt, welcher etwa halb so lang ist als der Halbmesser des Schieferringes und an seinem freien Ende die Achse eines zweiarmigen Hebels trägt. Auf dem nach dem Ringe hin liegenden Arme des Hebels ist ein Stück Kreide mittels eines federnden Halters befestigt. Der andere Arm des Hebels reicht bis in die Mitte des Zifferblattes und auf diesem ist am Ende ein Stück weiches Eisen angebracht, welches als Anker für einen gegenüber liegenden Elektromagnet dient, für gewöhnlich aber durch eine auf den ersten Arm des Hebels wirkende Feder von den Polen des Elektromagnetes fern gehalten wird, so daſs die Kreide frei über der Schieferplatte schwebt. Die Elektromagnetrollen sind in eine elektrische Leitung eingeschaltet, in welcher zugleich eine Anzahl von Druckknöpfen angebracht sind, mittels deren ein elektrischer Strom geschlossen werden kann. Die Druckknöpfe sind auf dem ganzen Wege, welchen der Wächter bei seiner Runde zu nehmen hat, vertheilt. Wenn der Wächter bei einem der Druckknöpfe ankommt, muſs er eine Zeit lang darauf drücken; der dadurch entsendete Strom bewirkt, daſs der Elektromagnet seinen Anker, anzieht und die Kreide eine Marke auf die Schieferplatte schreibt. Die Zifferscheibe muſs so groſs sein, daſs sie zwischen je zwei Stundenzahlen bequem die Theilstriche für die Zehner-Minuten aufnehmen kann.

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