Titel: Schwere Schienen für verstärkten Eisenbahnoberbau.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 264/Miszelle 2 (S. 516)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj264/mi264mi10_2

Schwere Schienen für verstärkten Eisenbahnoberbau.

Im Stahlwerke der Société Cockerill in Seraing fand kürzlich das feierliche Probewalzen der Stahlschienen von 52k,7 auf das Meter statt, welche in das stark befahrene Hauptgeleise Antwerpen-Brüssel verlegt werden. Bei diesem Probewalzen waren mehrere in- und ausländische Techniker, wie Belpaire, Goffin, Sandberg, Post, Came u.a., versammelt, welche sich in den letzten Jahren um Verstärkung des Oberbaues bemüht haben. Nach Glaser's Annalen, 1887 Bd. 20 * S. 189 zeigt nebenstehende Figur 1 die Hauptabmessungen des „Goliath“ getauften Schienenquerschnittes. Die Schienen sind 9m lang und wurden in 2 Längen gewalzt. Trotzdem der Guſsblock somit etwa 1t wog, bot das Walzen keine Schwierigkeit. Es macht der Oberbau mit diesen Schienen einen mächtigen Eindruck, namentlich derjenige auf den 70k schweren fluſseisernen Querschwellen mit unmittelbar eingewalzter Neigung und Verstärkung, welche gegenwärtig auf den belgischen Linien verlegt werden.

Fig. 1., Bd. 264, S. 516
Fig. 2., Bd. 264, S. 516

Es sei hier noch erwähnt, daſs die niederländische Staatsbahn schon Anfang 1886 das Schienengewicht von 33k,7 auf 40k für 1m erhöhte. Kürzlich wurden 26km Geleise mit Schienen dieses Profils (Fig. 2) dem Betriebe übergeben; weitere 30km sind in Angriff genommen. Diese Schienen sind theils 9m lang, theils 12m (480k Gewicht das Stück).

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