Titel: G. Maneuvrier's Entzündung des elektrischen Lichtbogens, ohne vorherige Berührung der Elektroden, durch Aenderung der Luftdichte.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 264/Miszelle 8 (S. 518)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj264/mi264mi10_8

G. Maneuvrier's Entzündung des elektrischen Lichtbogens, ohne vorherige Berührung der Elektroden, durch Aenderung der Luftdichte.

Zur Entzündung eines elektrischen Lichtbogens ohne vorausgegangene Berührung der beiden Elektroden stehen bisher zwei Verfahrungsweisen zur Verfügung, welche im Wesentlichen darauf hinauskommen, daſs eine leitende Brücke gebildet wird: Entweder man bringt die Flamme einer Kerze zwischen die Elektroden, oder man läſst eine Reihe von Entladungen einer kräftigen elektrostatischen Batterie und noch besser eine Reihe von Funken eines Rühmkorff'schen Inductors zwischen den Elektrodenspitzen überschlagen. Ein neues Mittel dazu theilt G. Maneuvrier in den Comptes rendus, 1887 Bd. 104 S. 967 mit. Derselbe bringt auf Entfernungen zwischen 5 und 30mm den Lichtbogen zur Entzündung, indem er die Elektroden in einer luftdicht schlieſsenden Glasglocke unterbringt, welche mit einem Dreiwegehahne versehen ist, mittels dessen die Luft in der Glocke verdünnt wird, worauf beim Wiederzulassen von Luft sich der Bogen entzündet. Die Glocke hat bei 6mm dicken Kohlen die Gröſse eines elektrischen Eies, bei Kohlen von 1mm die Gröſse einer Edison-Lampe. Die Elektroden werden durch eingeschmolzene Drähte mit den Polen einer Wechselstromquelle in Verbindung gesetzt und beim erstmaligen Entzünden der Luftdruck auf 5 bis 6mm Quecksilber herabgebracht; später wenn die Kohlen und die Luft erst warm geworden sind, genügt eine Verdünnung bis auf 50mm. Nach erfolgter Verdünnung tritt ein violettes Licht auf und beim Zulassen einiger Luftblasen in die Glocke (bis zu 30 bis 150mm Druck) verdichtet sich das Licht plötzlich und der Lichtbogen entzündet sich sofort.

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