Titel: R. Kieserling's Verfahren zum Verstauen von Scheren o. dgl.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 264/Miszelle 5 (S. 575)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj264/mi264mi11_5

R. Kieserling's Verfahren zum Verstauen von Scheren o. dgl.

Die beiden zu verbindenden Theile, eine dünne Stahlplatte und der Scherenkörper o. dgl., sollen nach R. Kieserling in Solingen (D. R. P. Kl. 49 Nr. 38190 vom 27. März 1886) auf kaltem Wege in folgender Weise fest mit einander verbunden werden: Die Flächen der beiden Theile, welche auf einander zu liegen kommen, werden ganz glatt geschliffen, vollkommen rein gewaschen, darauf mit einem Amalgam sehr fein und gleichmäſsig bestrichen und schlieſslich beide Theile unter einem sehr hohen Drucke auf einander gepreſst. Zur Herstellung des Amalgams wird chemisch reines Nickel in Pulverform gebracht, dieses Pulver in Schwefelsäure aufgelöst und der Lösung dann Quecksilber hinzugefügt, welches mit dem Nickel sich amalgamirt und so einen knetbaren Kitt oder Teig bildet. Auf die angegebene Weise sollen Scherenblätter o. dgl. aus Eisen und Metallguſs mit einer ganz dünnen, höchstens 0,5 bis 0mm,7 starken Stahlplatte als Schneide so fest verbunden werden können, daſs die Verbindungsstelle nur durch die verschiedene Farbe der Metalle erkennbar ist. (Vgl. Kick S. 498 d. Bd.)

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