Titel: House's Telephon.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 264/Miszelle 6 (S. 575–576)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj264/mi264mi11_6

House's Telephon.

Nachdem der Scientific American, 1886 Bd. 54 * S. 335 und Bd. 55 * S. 32 einige ältere Telephone (A. G. Holcomb, 1860/61; G. W. Bardslee, vor 1865; Ph. van der Weyde, um 1869 und 1870; E. C. Pickering, 1870) in Erinnerung gebracht hat, führt er in Bd. 55 * S. 303 ein Telephon von Royal E. House vor, welches 1868 unter Nr. 77882 in Nordamerika patentirt worden ist (unter der Bezeichnung als elektro-phonetischer Empfänger) und von der Wallace Telephone Company in New-York in einer neueren Form geliefert wird. Das ältere wie das neuere Telephon besitzt hinter einem entsprechend geformten Mundstück eine Platte aus einem beliebigen Stoffe. An dieser Platte waren in dem älteren Telephon zwei dünne Stäbchen befestigt, das eine in der Mitte der Platte und etwas nach oben gerichtet, das andere tiefer und in wagerechter Richtung. Beide Stäbchen („limiters“) waren mit Stellschrauben versehen. Gegen die Stellschraube des unteren Stäbchens schlug der wagerechte Arm des Ankerhebels eines Elektromagnetes, wenn der an diesem Arme sitzende Anker durch eine Abreiſsfeder abgerissen wurde; gegen die Schraube am anderen Stäbchen schlug der von der Achse aus nach oben auslaufende Arm des Ankerhebels, wenn der Anker vom Elektromagnete angezogen wurde. In dem vom älteren nur wenig abweichenden neuen Telephon sind die beiden Stäbchen durch ein einziges mit zwei unter einem Winkel an einander stoſsenden Armen ersetzt. In beiden Telephonen werden daher bei jeder Stromschlieſsung und Unterbrechung, |576| bei Stromverstärkung und Schwächung zwei Stöſse gegen die Platte ausgeübt und vermag das Instrument, wenn die Stellschrauben fein genug eingestellt werden, die gegen ein Mikrophon gesprochenen Worte wiederzugeben.

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