Titel: Bestimmung des Phosphors im Eisen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 264/Miszelle 9 (S. 576)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj264/mi264mi11_9

Bestimmung des Phosphors im Eisen.

Bekanntlich liefert die Methode der gewichtsanalytischen Bestimmung des Phosphors in Eisensorten als Ammonium-Phosphormolybdat ungenaue Werthe, wenn nicht gewisse Vorsichtsmaſsregeln eingehalten werden (vgl. L. Schneider 1887 263 383). F. Osmond empfiehlt nun im Bulletin de la Société chimique de Paris, 1887 Bd. 47 S. 745 ein colorimetrisches Verfahren, welches genaues und rasches Arbeiten gestatten soll. Phosphormolybdate rufen in einer salzsauren Zinnchlorürlösung eine Blaufärbung hervor, deren Stärke im Verhältnisse zur Menge des vorhandenen Phosphors wächst. Diese einige Tage anhaltende Blähung benutzt Verfasser zur Bestimmung des Phosphormolybdate. Die Zinnchlorürlösung wird in der Weise bereitet, daſs man etwa 12g krystallisirtes Zinnchlorür in 80cc Salzsäure löst und die Lösung auf 1l verdünnt. Der auf Asbest gesammelte Niederschlag von Phosphormolybdat wird nun in 100cc Zinnchlorürflüssigkeit gelöst. Die Bestimmung der Tiefe der Färbung geschieht entweder durch Vergleichung mit Lösungen von bekanntem Phosphorgehalte, oder durch Ermittelung der Dicke einer Schicht der zu prüfenden Flüssigkeit, welche dieselbe Farbe zeigt wie ein blaues Glas, dessen Färbung einer bekannten Menge Phosphor entspricht. Osmond benutzt hierzu einen mit Theilung versehenen Cylinder, in welchem ein hohler Glaskolben sich bewegt, der die Dicke der Flüssigkeitsschicht beliebig zu ändern gestattet. Aus der mittels Nonius genau bestimmbaren Dicke der Schicht kann auf den Gehalt an Phosphor geschlossen werden.

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