Titel: Ueber das Vorkommen von Kobalt-, Chrom- und Eisenerzen in Neu-Caledonien.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 264/Miszelle 14 (S. 635–636)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj264/mi264mi12_14

Ueber das Vorkommen von Kobalt-, Chrom- und Eisenerzen in Neu-Caledonien.

Jul. Garnier berichtet in den Memoires de la Société des Ingénieurs civils, 1887 S. 244 über die Art und Häufigkeit des Vorkommens von Kobalt, Chrom und Eisen in den mächtigen Serpentin- und Dioritstöcken im Süden und Südosten von Neu-Caledonien. Er schlieſst sich der Annahme an, daſs diese Metalle ursprünglich als Schwefelmetalle in den Serpentinmassen vorhanden waren und allmählich durch Oxydation in Sulfate und weiterhin in Oxyde übergingen, während die Schwefelsäure die basischen Bestandtheile des umgebenden Gesteins, besonders Magnesia, aufgelöst habe. Das Kobalt kommt als schwarzes Kobaltoxyd vor, wovon in manchen Erzen bis zu 15,6 Proc. enthalten sind, neben Mangan, Eisen und Chrom; letzteres findet sich meist an Eisen gebunden in verschiedenen amorphen und krystallinischen Zuständen. Der Gehalt hieran beläuft sich bis auf 61 Proc. Chromoxyd. Besonders reich |636| ist Neu-Caledonien an Eisen. Ganze Berge von Eisenoxydhydrat, theils mit thoniger Gangart vermischt, theils ganz rein ausgewaschen, finden sich dort vor mit einem Eisengehalte von 51 bis 56 Proc. Chromoxyd findet sich auch diesen Erzen häufig bis zu 5 Proc. beigemengt. Das Vorkommen von Nickel, Mangan und Kupfer ist von geringerer Bedeutung.

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