Titel: Entwickelung von schwefliger Säure und von Sauerstoff mittels des Kipp'schen Apparates.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 266/Miszelle 11 (S. 48)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj266/mi266mi01_11

Entwickelung von schwefliger Säure und von Sauerstoff mittels des Kipp'schen Apparates.

G. Neumann gibt in der Pharmaceutischen Zeitung, 1887 (nach dem Archiv für Pharmacie, 1887 Bd. 225 S. 692) ein bequemes Verfahren zur Entwickelung von schwefliger Säure und Sauerstoff an, wie es zuerst für Chlor von C. Winkler (Bd. 265 S. 379) und nach ihm für Schwefelwasserstoff von R. Fresenius (Bd. 265 S. 416) in Anwendung gebracht worden ist. Neumann schlägt vor, die schweflige Säure in einem Kipp'schen Apparat zu entwickeln, welcher mit concentrirter roher Schwefelsäure und einem zu Würfeln verarbeiteten Gemisch von 3 Th. Calciumsulfid und 1 Th. Gyps beschickt ist. 0k,5 dieser Würfel geben einen etwa 30 Stunden andauernden constanten Gasstrom. Gyps scheidet sich in dem unteren Gefäſs des Apparates nicht aus, vielmehr behält das Gemisch während stattfindender Reaction seine ursprüngliche Würfelform bei.

Zur Sauerstoffentwickelung wird der Kipp'sche Apparat mit einem, ebenfalls zu Würfelform vereinigten Gemisch von 2 Th. Bariumsuperoxyd, 1 Th. Braunstein und 1 Th. Gyps gefüllt. Als Entwickelungsflüssigkeit verwendet man Salzsäure von 1,12 spec. Gew., die mit dem gleichen Volum Wasser verdünnt ist. Da neben Sauerstoff auch kleine Mengen Chlor gebildet werden, ist es nothwendig, das erzeugte Gas durch eine mit Kali- oder Natronlauge beschickte Waschflasche zu leiten. Verfasser bemerkt zum Schlüsse, daſs es nicht rathsam erscheine, als Bindemittel den Gyps durch Stärke oder andere Substanzen zu ersetzen.

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