Titel: Pyrenolin, ein höheres Homologes des Chinolins.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 266/Miszelle 4 (S. 45)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj266/mi266mi01_4

Pyrenolin, ein höheres Homologes des Chinolins.

Die schöne Methode von Skraup zur Darstellung des Chinolins, seiner Substitutionsproducte und Homologen, hat neuerdings R. Jahoda (Monatshefte für Chemie, 1887 Bd. 8 S. 442) auf das Pyren C16H10 übertragen und ein höheres Homologes des Chinolins, von ihm Pyrenolin genannt, isolirt. Dasselbe wird in einer Ausbeute von 60 Proc. als gelb gefärbter Körper erhalten, der aus heiſsem Alkohol in prachtvoll goldgelben, glänzenden Krystallschuppen sich ausscheidet. In verdünnter Lösung zeigt das Pyrenolin eine prachtvoll grüne Fluorescenz. Die neue Base bildet mit Säuren wohlcharakterisirte Salze, die alle roth bis braunroth gefärbt sind; sie lösen sich meist in heiſsem Wasser, Eine Entscheidung, welche der 3 aus den 3 Amidopyrenen möglichen Basen chinolinartiger Structur die erhaltene sei, konnte vom Verfasser bis jetzt nicht getroffen werden. Von demselben unternommene Oxydationsversuche waren von keinem günstigen Ergebniſs und scheiterte die Fortsetzung der Untersuchung an dem Mangel an Arbeitsmaterial, doch stellt Verfasser weitere Mittheilungen in Aussicht, sobald es ihm gelungen ist, neues Material zu sammeln. (Vgl. auch Z. H. Skraup, 1881 242 375.)

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