Titel: Ein neuer Destillationsapparat für jodimetrische Arbeiten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 266/Miszelle 6 (S. 45–46)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj266/mi266mi01_6

Ein neuer Destillationsapparat für jodimetrische Arbeiten.

Ein neuer Destillationsapparat für jodimetrische Bestimmungen, construirt von R. Schütze, ist in dem Chemischen Centralblatt, 1887, Bd. 58 S. 869 (nach der Pharmaceutischen Centralhalle, Bd. 28 S. 295) beschrieben. Besagter Apparat besteht zunächst aus einem Kölbchen a von 60cc Inhalt (siehe die Figur), welches zur Aufnahme der das Halogen entwickelnden Substanz dient. Das |46| Destillationsrohr b ist in den Hals gut eingeschliffen und mündet mit seinem hakenförmigen Ende in eine etwa 20cc haltende Kugel. Diese steht durch eine kurze Röhre mit einer Blase von 60cc Inhalt in Verbindung, von welcher ein Glasrohr durch einen doppelt durchbohrten paraffinirten Kork- oder Gummistopfen in den Erlenmeyerkolben c (300cc Inhalt) führt. Dort taucht die Röhre nur so weit in die Flüssigkeit ein, daſs bei etwaigem Zurücksteigen höchstens 50cc von ihr aufgenommen werden können. Der Stopfen trägt noch die Sicherheitsröhre d, welche die Verbindung des Kolbeninhaltes mit der Luft herstellt und so viel Absorptionsflüssigkeit enthält, daſs die mittlere Verbindung abgeschlossen ist. Nach beendigtem Austreiben des Halogens aus a wird durch Nachspülen von b und d sowie des Stopfens die gesammte Flüssigkeit im Kolben c sofort titrirt. Ein Zurücksteigen der Flüssigkeit aus c nach a ist selbst beim Wegnehmen der Flamme während der lebhaftesten Destillation unmöglich, da die nach der oberen Kugel etwa mit zurückgerissene Flüssigkeit an der Hakenröhre zerschellt und dann der Luft freien Zutritt nach a gestattet. Da die Zwischenlage organischer Substanzen zwischen a und b vermieden ist, und ferner die aus c aufsteigenden Joddämpfe in d gebunden werden, sind Verluste auf das äuſserste Maſs beschränkt.

Textabbildung Bd. 266, S. 46

Die Anfertigung des Apparates hat die Firma F. A. Kühnlenz in Frauenwald (Thüringen) übernommen.

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