Titel: Jamar und Chabot's Regulirung des Lichtbogens in elektrischen Bogenlampen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 266/Miszelle 9 (S. 47)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj266/mi266mi01_9

Jamar und Chabot's Regulirung des Lichtbogens in elektrischen Bogenlampen.

Die Entfernung der Kohlenspitzen in Bogenlampen reguliren Ernest Jamar und Hermann Chabot in Brüssel (* D. R. P. Kl. 21 Nr. 40169 vom 7. März 1886) mittels dreier Elektromagnete und eines Schaltwerkes in folgender Weise. Zwei der Elektromagnete liegen über einander und haben den gemeinschaftlichen Anker zwischen den einander zugekehrten Polen. Der Ankerhebel ist zweiarmig und trägt am anderen Ende eine Schiebklinke. Für gewöhnlich sind die Kohlenspitzen von einander entfernt und der Anker der beiden Elektromagnete wird durch eine Spiralfeder in der Nähe der Pole des unteren Elektromagnetes gehalten; in dieser Stellung aber stellt der Ankerhebel eine Kurzschlieſsung zu den Rollen des unteren Elektromagnetes her; diese Rollen sind mit denen des oberen Elektromagnetes hinter einander in eine Nebenschlieſsung zum Lichtbogen geschaltet.

Tritt nun bei der eben beschriebenen Lage des Ankerhebels der elektrische Strom in die Lampe, so durchläuft er zunächst nur den oberen Elektromagnet, dieser zieht den Anker an sich heran nach oben und die Klinke schiebt ein bisher durch einen Sperrkegel an einer Rückwärtsdrehung gehindertes Sperrrad um einen Zahn vorwärts; diese Bewegung überträgt sich durch Schraube ohne Ende nebst Schraubenrad und ein Zahnräderpaar auf den oberen Kohlenträger und bringt diesen dem unteren einen Schritt näher. Gleich darauf geht die untere der beiden die Kurzschlieſsung bildenden Contactfedern von der oberen hinweg und der Strom wird durch die Einschaltung des unteren Elektromagnetes geschwächt, die Anziehung des oberen Elektromagnetes auf den Anker vermindert und der Anker, auf den jetzt auch der untere Elektromagnet anziehend wirkt, geht wieder nach unten und stellt den Kurzschluſs wieder her.

Dieses Spiel wiederholt sich, bis endlich die Kohlenspitzen in Berührung mit einander kommen. In diesem Augenblicke geht der Strom auch durch den mit dickem Drahte bewickelten dritten Elektromagnet; letzterer zieht seinen Anker an und bewegt mit ihm zugleich den beweglichen Theil des unteren Kohlenträgers, so daſs sich der Lichtbogen bildet.

Bei etwaigem Auslöschen der Lampe hebt die der Anziehung des dritten Elektromagnetes entgegenwirkende Spiralfeder die untere Kohle bis zur Berührung mit der oberen.

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