Titel: Trennung von Blei und Wismuth.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 266/Miszelle 4 (S. 141–142)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj266/mi266mi03_4

Trennung von Blei und Wismuth.

Ein neues Verfahren zur Trennung von Blei und Wismuth, welches frei von den Mängeln der arideren Methoden sein soll, gibt H. Herzog in dem Journal of analytical Chemistery, 1887 Bd. 1 S. 245 (nach dem Repertorium der Chemikerzeitung, 1887 Bd. 11 S. 203); dasselbe beruht darauf, daſs in einer neutralen Wismuthsalzlösung das Wismuth beim Kochen mit Natriumacetat als basisch essigsaures Salz gefällt wird. Zur Ausführung der Analyse müssen beide Metalle als Nitrate zugegen sein; man gibt alsdann zu der Lösung derselben Natriumkarbonat bis zur Bildung eines geringen, aber deutlichen, bleibenden, flockigen |142| Niederschlages. Nach tüchtigem Durchschütteln oder Rühren wird der Niederschlag krystallinisch und setzt sich schnell ab. Entsteht beim Zugeben eines weiteren Tropfens Natriumcarbonatlösung zu der klaren Flüssigkeit ein Niederschlag, so versetzt man letztere in der Kälte mit einem Ueberschuſs von Natriumacetat, kocht 1½ bis 2 Stunden anhaltend, filtrirt heiſs und wäscht mit heiſsem Wasser. Der Niederschlag wird hierauf in warmer, verdünnter Salpetersäure gelöst und das Wismuth mit Ammoniumcarbonat gelallt. In dem vereinigten Filtrat kann das Blei als Chromat oder Carbonat gefällt werden. Die vom Verfasser angeführten Beleganalysen sprechen für die Brauchbarkeit des Verfahrens (vgl. auch A. Patera, 1866 180 164).

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