Titel: Kupfergehalt im Wein.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 266/Miszelle 8 (S. 143)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj266/mi266mi03_8

Kupfergehalt im Wein.

Da verschiedene Erkrankungen der Reben, welche durch Pilze hervorgerufen sind, mittels Begieſsen der Stöcke und Trauben mit Kupfersulfatlösung bekämpft werden (vgl. Perrey 1886 260 287), so lag die Befürchtung nahe, es möchte Kupfer in den Wein übergehen. Genaue Untersuchungen von Quantin (Journal de Pharmacie et de Chimie, 1887 Bd. 15 S. 39) haben jedoch mit Gewiſsheit ergeben, daſs selbst etwa vorhanden gewesenes Kupfersulfat bei der Gährung des Mostes unter dem reducirenden Einfluſs der Hefenzellen in Kupfersulfür verwandelt und mit der Hefe ausgeschieden wird. Der klar abgezogene Wein ist dann völlig kupferfrei. Wird dagegen die Hefe aufgerüttelt und gleichzeitig der Luft Zutritt gestattet, so findet wieder Oxydation des Kupfersulfürs statt und dann ist der Wein allerdings kupferhaltig. (Nach Archiv der Pharmacie, 1887 Bd. 225 S. 227.)

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