Titel: Verfahren zum Verzinken von Eisenblechgegenständen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 266/Miszelle 5 (S. 191)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj266/mi266mi04_5

Verfahren zum Verzinken von Eisenblechgegenständen.

Die zu verzinkenden Gegenstände werden zunächst gründlich gereinigt und in verdünnter Salzsäure (1 Th. HCl und 4 Th. H2O) gebeizt. Alsdann ertheilt man den gebeizten Gegenständen durch Abreiben mit Drahtbürsten eine möglichst glatte und reine metallische Oberfläche, trocknet sie schnell über Holzkohlen- oder Koksfeuer und taucht sofort in ein flüssiges Zinkbad. Das flüssige Zink darf weder zu heiſs noch zu kalt sein; im ersteren Falle bildet sich eine Oxydschicht, welche die Güte und das Aussehen der Verzinkung beeinträchtigt, im zweiten Falle wird der Zinküberzug ungleich und blättert leicht wieder ab. Bei einiger Uebung kann man schon nach dem Aussehen des Zinkbades beurtheilen, ob dasselbe die richtige Temperatur besitzt; es soll das geschmolzene Zink, wenn die Oxydschicht abgestrichen wird, eine metallisch glänzende, weiſsliche Oberfläche zeigen. Um die Oxydation des Zinkes zu verhüten, streut man vielfach Salmiak auf (vgl. auch A. Eckhardt 1887 264 331), welcher, indem er schmilzt, das Zink vor der Berührung mit Luft schützt. Besser soll es sein, die Zinkpfanne durch einen eingesetzten Steg in 2 Theile zu theilen und nur die eine der dadurch gebildeten Zinkoberflächen mit Salmiak zu bestreuen. Man senkt dann die zu verzinkenden Gegenstände in den mit Salmiak bestreuten Theil des Bades ein, schiebt sie unter dem Steg hindurch und entnimmt sie wieder der Pfanne. Hierauf werden die Gegenstände zuerst mit trockenem Werg, dann mit Bürsten abgerieben und schlieſslich mit Sand und Wasser nachgearbeitet, um ihnen ein gleichmäſsiges metallisches Aussehen zu geben. (Nach dem Metallarbeiter durch Polytechnisches Notizblatt, 1887 Bd. 42 S. 116, vgl. auch J. G. Seeberger 1881 242 45.)

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