Titel: Anlassen von Uhrfedern mittels Elektricität.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 266/Miszelle 3 (S. 236)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj266/mi266mi05_3

Anlassen von Uhrfedern mittels Elektricität.

Die Sedgwick Mainspring Company in Chicago benutzt die Elektricität zum Anlassen von Uhrfedern. Von einer Ein-Licht-Dynamomaschine ist ein Leiter nach einem Punkte in einem gewöhnlichen Oelbade geführt, das in einem Nebenzimmer auf einer Bank steht; der zweite Leiter ist nach einem Punkte auſserhalb des Bades gelegt. Das Stück flachen, weichen Stahldrahtes, das blau angelassen werden soll, wird erst, an den Punkt auſserhalb des Bades und dann an den innerhalb angelegt; sowie es den letzteren Punkt erreicht, ist der Stromkreis geschlossen, und der Draht wird sofort gleichmäſsig warm. Besondere Vorkehrungen zum genauen Messen des Stromes sind nicht getroffen, weil der verschiedene Kohlengehalt der verschiedenen Stahlstücke verhindert, daſs der ganze Prozeſs des Anlassens ein rein mechanischer werde. Daher bestimmt auch hier, wie beim Erwärmen mittels Feuers, die Farbe des Stahles die Zeitdauer, während welcher derselbe erhitzt werden muſs. Beim Anlassen mittels des elektrischen Stromes soll namentlich der Stahl keine Zeit haben, zu oxydiren, bevor er nach der Erwärmung bis zur geeigneten Farbe unter das Oel kommt. (Engineering and mining Journal vom 13. August 1887 S. 134.)

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