Titel: Herstellung von haltbarem Filtrirpapier.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1887, Band 266/Miszelle 9 (S. 238–239)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj266/mi266mi05_9

Herstellung von haltbarem Filtrirpapier.

E. E. H. Francis theilt in Romen's Journal, 1887 Bd. 2 S. 231 eine Methode mit, um Filtrirpapier besonders für Filtrationen unter Druck haltbarer zu machen. Man taucht Filtrirpapier einfach in Salpetersäure von 1,42 spec. Gew. bez. benetzt es mit dieser Säure und wäscht dann mit Wasser aus. Man erhält so ein Papier, welches viel fester wie gewöhnliches Filtrirpapier ist, ohne dabei so steif oder undurchlässig für Flüssigkeiten wie Pergamentpapier zu werden. Es hält einen gröſseren Druck als gewöhnliches Filtrirpapier aus, ist geschmeidig und läſst sich deshalb luftdicht an die Trichterwand anlegen. Zum Filtriren unter Druckverminderung lassen sich sehr gut solche Filter verwenden, welche, nachdem sie gefaltet, mit der Spitze in Salpetersäure von der angegebenen Stärke getaucht und nachher wieder ausgewaschen sind. Wie viel stärker mit Salpetersäure behandeltes Papier gegenüber gewöhnlichem Filtrirpapier ist, geht aus Zerreiſsungsproben hervor, welche von Francis mit |239| schwedischem Filtrirpapier vor und nach der Behandlung mit Salpetersäure angestellt wurden. Während eine aus einem 25mm breiten Streifen des ursprünglichen Papieres gebildete Schleife bei einer Belastung von 100 bis 150g riſs, trug eine Schleife des gefesteten Papieres von gleicher Breite 1k,5. Durch die Behandlung mit Salpetersäure schwindet das Papier etwas, das Gewicht der Filter, sowie deren Aschengehalt vermindert sich. Sticksoff konnte Francis in dem mit Salpetersäure behandelten Papiere nicht nachweisen.

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