Titel: Die Lichtstärke der Bogenlampen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1888, Band 268/Miszelle 12 (S. 190)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj268/mi268mi04_12

Die Lichtstärke der Bogenlampen.

Bei Verträgen über elektrische Straſsenbeleuchtung pflegt die Lichtstärke der Bogenlampen zu 2000 Kerzen festgesetzt zu werden. Thatsächlich geben diese Lampen aber nur etwas mehr als den dritten Theil dieses Lichtes. Der Unterschied rührt davon her, daſs bei der Straſsenbeleuchtung die beiden Kohlenstäbe in eine gerade Linie gelegt werden, damit das Licht nach allen Seiten hin gleichmäſsig gestrahlt werde, während anfänglich die Bogenlampen in Scheinwerfern (Projectoren) verwendet wurden und dazu die Kohlen etwas gegen einander verstellt wurden, so daſs sich in der unteren Kohle ein einseitiger Krater bildete und das Licht vorwiegend in einer bestimmten Richtung warf, wogegen nach der Rückseite der Lampe sehr wenig Licht fällt. Werden die nämlichen Kohlen einander gerade gegenüber gestellt, so verhält sich die ringsum gleichmäſsige Lichtstärke zu jener vorwiegend in einer Richtung gestrahlten, wie 1 : 2,83, die Lampe vermag daher zwar einen Strahl von 2000 Kerzen Stärke zu geben, aber ein ringsum gleichmäſsiges Licht von nur wenig über 700 Kerzen (vgl. Iron, 20. Januar 1888).

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: