Titel: Unverbrennbare Umwickelung von Dampf- und Heiſswasserrohren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1888, Band 268/Miszelle 7 (S. 430–431)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj268/mi268mi09_7

Unverbrennbare Umwickelung von Dampf- und Heiſswasserrohren.

Um die Feuergefährlichkeit mit Stoffen umwickelter Dampfleitungen zu beseitigen, bewährt es sich, wie A. Blödner in der Chemiker Zeitung mittheilt, |431| die Umwickelung in nachstehender Weise vorzunehmen: Gut ausgewaschene, alte Säcke werden in handbreite Streifen geschnitten und diese ein oder mehrere Male fest anliegend, spiralförmig und gleichmäſsig um die Rohre gewunden. Hierüber wickelt man eine zweite Schicht gleicher Streifen, welche man durch Eintauchen in Natronwasserglas von 30 bis 36° B. getränkt hat. Jede neue Schicht ist in entgegengesetzter Richtung zu der vorhergehenden zu wickeln. Wie trockenen Streifen bilden eine gute Isolirschicht nach auſsen, und die Wasserglasstreifen eine feste glasirte Schicht, der man durch mehrmaliges Ueberstreichen mit Wasserglas gröſsere Festigkeit geben kann. Diese Umwickelung brennt selbst bei direkter Berührung mit Feuer nicht, kann von jedem Arbeiter ausgeführt werden und hält Jahre lang, ohne Erneuerung zu bedürfen. Sie kommt in ihrer Wirkung der Kieselguhr-Isolirung nahezu gleich, lind kostet das Meter eines Rohres bis zu 50mm Durchmesser höchstens 20 bis 30 Pfg., da für Im Rohr ein alter Sack und 1 bis 1k,5 Wasserglas (100k kosten 7 Mk.) genügen.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: