Titel: Benutzung des Schanschieff-Elementes für Beleuchtungszwecke.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1888, Band 268/Miszelle 8 (S. 431)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj268/mi268mi09_8

Benutzung des Schanschieff-Elementes für Beleuchtungszwecke.

In der Society of Engineers hat W.H. Preece (vgl. Iron vom 16. December 1887 S. 541) bei Gelegenheit der an einen Vortrag sich anschlieſsenden Besprechung Mittheilungen über die Verwendbarkeit der Schanschieff-Batterie (vgl. 1886 261 446) gemacht. Hiernach scheint sich dieses Element mit bloſs einer Flüssigkeit, dessen elektromotorische Kraft nach W. Thomson 1,39 Volt und dessen innerer Widerstand nur 0,15 Ohm für 10 Quadratzoll (64qc,5) Zinkoberfläche beträgt, sehr gut für Beleuchtungszwecke zu eignen, auſserdem aber auch zum Treiben von Elektromotoren. Die Kosten der Beleuchtung sind bei dem hohen Werthe des sich ausscheidenden Quecksilbers sehr gering. Bei einer mit 4 Elementen gespeisten Grubenlampe rechnet Preece für eine Schicht von 10 Stunden als Gesammtkosten etwa 8 Pf. aus. Eine tragbare Handlampe erlischt von selbst, wenn sie umgelegt wird, und enzündet sich wieder beim Aufstellen. Eine Lampe von 15 Kerzen ist auf einem zweiräderigen Wagen montirt, zugleich mit einer für 10 Stunden ausreichenden Batterie in einem besonderen Kasten. Die London and South-Western Railway hat die Deckenöllampen in ihren Wagen für Glühlampen mit Schanschieff-Batterie eingerichtet, deren Elemente einfach durch einen Handgriff in die Flüssigkeit eingetaucht bezieh. ausgehoben, also ein- und ausgeschaltet werden. Auch Signallampen für den Zug sind hergestellt worden. Auch für die Theater- und Hausbeleuchtung ist diese Batterie gut zu verwenden. Ueber ihre Benutzung für Elektromotoren hat Goubet in Paris mit einem unterseeischen Torpedoboote mit gutem Erfolge Versuche angestellt. Mit einer anderen, weit kleineren Batterie wurde eine Nähmaschine getrieben.

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