Dieses Projekt wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und präsentiert von der Sächsischen Landesbibliothek — Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und der Humboldt-Universität zu Berlin.
Die antiseptischen Wirkungen von Chloriden, Nitraten und Sulfaten.C. T. Kingzett theilt im Journal of the Society of Chemical Industry, 1887 Bd. 6 S. 702, vergleichende Versuche über die antiseptischen Wirkungen von Chloriden, Sulfaten und Nitraten mit. Je 4g Mehl wurden mit Wasser gekocht und die gelatinöse Masse bei einer Versuchsreihe mit 2cc, bei einer anderen mit 4cc einer 5procentigen Lösung der betreffenden Salze und 38cc bezieh. 36cc Wasser gemischt. Dann wurde die Zeit bis zum Eintritt von Schimmelbildung beobachtet. Andere Versuche wurden auf ähnliche Weise mit Fleischextract angestellt und dabei die Länge der Zeit, während welcher die verschiedenen Salzlösungen die Fäulniſs verhindern können, bestimmt. Verbindungen von Alkalien und alkalischen Erden schienen in mehreren Fällen die Schimmelbildung zu beschleunigen. Bei keinem Versuche wurde dieselbe aber durch die Gegenwart von Ammonium-, Kalium- oder Natriumsalzen verschoben und auch von den alkalischen Erden hat nur Magnesiumsulfat einen geringen hemmenden Einfluſs. Verbindungen von Eisen, Zinn, Blei (mit Ausnahme von Chlorblei) und Aluminium hindern den Eintritt der Schimmelbildung für kurze Zeit. Nur Bleichlorid hat beinahe eine so groſse antiseptische Wirkung wie Kupfersulfat. Den höchsten Einfluſs aber ergaben die Chloride von Kupfer und Quecksilber, wie auch Kupfernitrat und Quecksilbersulfat. Nach diesen folgt Kupfersulfat und dann weiter Quecksilbernitrat. Die Versuche mit Fleischextract lieferten ähnliche Resultate. Auch bei diesen zeigten Kupfer und Quecksilberverbindungen die gröſste antiseptische Wirkung. Zinkverbindungen übten gröſseren Einfluſs aus, als bei den Versuchen mit Mehl der Fall gewesen war. P. N. |
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