Titel: Ueber die Löslichkeitsverhältnisse einiger Sulfate.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1888, Band 269/Miszelle 6 (S. 238–239)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj269/mi269mi05_6

Ueber die Löslichkeitsverhältnisse einiger Sulfate.

Ein anschauliches Bild der Veränderung der Löslichkeit eines Körpers wird uns durch die Aufzeichnung seiner Löslichkeitslinie gegeben; letztere wird erhalten, indem man die Temperaturen als Abscissen, die in 100 Th. der Lösung enthaltenen Mengen des Salzes bei verschiedenen Temperaturen als Ordinaten aufträgt. Es hat sich bei allen bisher untersuchten Verbindungen ergeben, daſs ihre Löslichkeitslinien sich als ein- oder mehrfach gebrochene Gerade darstellen.

Das Eisensulfat zeigt ein eigenthümliches Verhalten, insofern seine Löslichkeit von – 2° bis + 65° rasch zunimmt (Gleichung der Löslichkeitslinie in diesem Temperaturintervall: ), zwischen 65° und 98° constant bleibt, bei letzterer Temperatur wieder abnimmt und schlieſslich bei 156° gleich Null wird:

Für das Cadmiumsulfat hat man als Gleichung der aufsteigenden Löslichkeitslinie: ; von über 68° an nimmt die Löslichkeit |239| nach dem geometrischen Gesetze: wieder ab und wird in Uebereinstimmung mit diesem bei 207° gleich Null.

Magnesiumsulfat erreicht das Maximum der Löslichkeit bei 123°

dabei entspricht die Zusammensetzung der Lösung der Formel des krystallisirten Magnesiumsulfates MgSO4 + 7H2O. Die Gleichung der absteigenden Löslichkeitslinie ist: ; γ wird Null für t = 233°.

Für Lithiumsulfat haben wir: und

;

von – 10,5° bis + 100° findet daher eine, wenn auch nur sehr geringe Abnahme der Löslichkeit statt.

Rubidiumsulfat: , ; die Löslichkeitslinie des Rubidiumsulfates steigt von 0° bis 170° stets an, verändert aber bei 49° ihre Richtung.

Beifügen wollen wir noch die Gleichungen der Löslichkeitslinien für Kaliumselenat und für das Anhydrid der selenigen Säure:

(Étard, Comptes rendus, 1888 Bd. 106 S. 740.)

D.

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