Titel: Neues Instrument zur Messung der strahlenden Wärme.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1888, Band 269/Miszelle 2 (S. 431–432)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj269/mi269mi09_2

Neues Instrument zur Messung der strahlenden Wärme.

C. C. Hutchins bezeichnet im Scientific American vom 28. Januar 1888 als eine Unvollkommenheit der Thermosäule bei Messung der strahlenden Wärme die Langsamkeit ihrer Anzeigen und den langsamen Rückgang der Galvanometernadel auf den Nullpunkt, wodurch die Säule in manchen Fällen bei genaueren Untersuchungen geradezu als unbrauchbar sich erweise.

Textabbildung Bd. 269, S. 431

Er will gefunden haben, daſs zwei sehr dünne an einander gelöthete Metallstreifen sich an der Erwärmungsstelle gegen die Wärmestrahlen empfindlicher verhalten, als die Thermoelemente der gewöhnlichen Säule, und hat auf Grund dieser Erfahrung das in vorstehender Abbildung veranschaulichte Instrument construirt. Ein aus zwei Hälften zusammengesetztes Vulcanitrohr E von 250mm Länge und 65mm Durchmesser enthält in seiner Mitte einen Holzpfropf C, über welchen beide Rohrhälften geschoben sind. Durch diesen Pfropf gehen zwei dünne Kupferstäbe m, n, welche vorn noch etwa 25mm weit über denselben hervorragen, hinten aber mit den zum Galvanometer führenden Drähten verbunden |432| sind. Beide hervorragende Enden sind durch einen 1mm breiten, 0mm,03 dicken und 25mm langen Streifen A, bestehend aus einem Stückchen Uhrfeder und einem an diese gelötheten Stückchen dünngewalzten Kupferdrahtes, mit einander verbunden. Die Löthstelle befindet sich im Brennpunkte eines an den Holzpfropf befestigten Hohlspiegels B aus übersilbertem Glase. Der vordere Theil des Rohres E ist mit einer Oeffnung und einer Blende D versehen. Ein Instrument mit 8mm Oeffnung soll die Galvanometernadel um 30 Theilstriche ablenken, wenn man die Hand 300mm von der Oeffnung entfernt hält, und ein brennendes Zündhölzchen, in einem Abstande von 2m, die Nadel ringsherum treiben.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: