Titel: Paillard's nichtmagnetische Palladiumlegirungen für Uhren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1888, Band 270/Miszelle 5 (S. 143)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj270/mi270mi03_5

Paillard's nichtmagnetische Palladiumlegirungen für Uhren.

C. A. Paillard in Genf verwendet das Palladium (1888 268 189) aus den in seinen Patenten näher angegebenen Gründen nach der Revue Industrielle vom 31. März 1888 S. 127 in folgenden Legirungen:

I II III IV
Palladium 60 bis 75 50 bis 75 65 bis 75 45 bis 50 Th.
Kupfer 15 25 20 30 15 25 15 25
Eisen 1 5 5 20
Stahl 1 bis 5 2 bis 5
Silber 3 10 20 25
Gold 1 2,5 2 5
Platin 0,5 2 2 5
Nickel 1 5 2 5

Die Legirung I erhält man, indem man in einem Schmelztiegel aus feuerfestem Thone die Hälfte des Palladiums mit den anderen Metallen, Borax und pulverisirter Holzkohle bis zum Schmelzen erhitzt, dann die andere Hälfte Palladium hinzufügt und nach völliger Schmelzung das Ganze in eine Form ausgieſst und erkalten läſst.

Die Legirung II ist billiger und eignet sich für gewöhnliche Uhren und gewisse Theile des Werkes.

Die Legirung III besitzt die verlangten Eigenschaften (Unveränderlichkeit an der Luft, gleiche Elasticität bei starken Temperaturänderungen, fehlende Magnetisirbarkeit) in noch höherem Grade.

Die Legirung IV endlich vereint mit den eben erwähnten Eigenschaften noch die Fähigkeit, durch das Härten die äuſserste Härte anzunehmen.

Nach den von Prof. E. J. Houston in Philadelphia angestellten Versuchen (vgl. Journal of the Franklin Institute, 1888 Märzheft) verhalten sich diese Legirungen durchaus befriedigend. Eine Uhr, deren Unruhe, Spiralfeder und Hemmung aus einer nichtmagnetischen Legirung hergestellt ist, kann ohne Gefahr in die kräftigsten magnetischen Felder selbst gebracht werden; so lange sie in der Weste ihres Besitzers bleibt, wird ihr Gang durch kein magnetisches Feld von bekannter Stärke gestört.

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