Titel: Schärfen von Feilen und Fräsen mittels Elektricität.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1888, Band 270/Miszelle 2 (S. 189–190)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj270/mi270mi04_2
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Schärfen von Feilen und Fräsen mittels Elektricität.

Einfach und billig lassen sich nach dem Génie civil, 1888 S. 121, Feilen und Fräsen in folgender Weise schärfen. Man verbindet die Feile mit dem negativen Pole einer Bunsen-Batterie, an deren positivem Pole sich ein Stab aus gewöhnlicher Kohle befindet. Bei Schlieſsung des Stromkreises bildet sich an jeder abgenutzten Spitze der Feile ein ganz kleines Bläschen Wasserstoff, das die Spitze gegen den Angriff des sehr sauren Bades (40° Schwefelsäure und 60° Salpetersäure, nahezu zu gleichen Theilen, und destillirtes Wasser) schützt, so daſs nur die tieferen Stellen angegriffen werden. Der Vorgang dauert 10 bis 20 Minuten und verursacht für 100 Feilen täglich etwa 8 M. Kosten. Alle 3 bis 4 Minuten wird die Feile aas dem Bade herausgenommen, in viel Wasser abgewaschen und mit der Bürste die angegriffenen Stellen gereinigt.

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