Titel: Thackeray's elektrische Meldung des Heiſswerdens eines Lagerzapfens.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1888, Band 270/Miszelle 3 (S. 190)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj270/mi270mi04_3

Thackeray's elektrische Meldung des Heiſswerdens eines Lagerzapfens.

Etwas abweichend von der in D. p. J. 1887 266 48 beschriebenen Art und Weise, wie das Heiſswerden eines Lagerzapfens gemeldet werden soll, verfährt W. T. W. Thackeray in London. Nach dem Patente, das in England ihm und den Wittwen des Elektrikers H. R. Landon und des Instrumentenmachers J. Richardson ertheilt worden ist (1887 Nr. 3827), wird an dem Lager ein Gefäſs von geeigneter Form angebracht, das mit einer Bourdon'schen Röhre verbunden ist. Gefäſs und Röhre sind mit einer tropfbaren oder gasförmigen Flüssigkeit gefüllt, die sich durch die Wärme sehr stark ausdehnt. Das freie Ende der Röhre steht mit einem Hebel in Verbindung, der die durch die Ausdehnung oder Zusammenziehung der Flüssigkeit hervorgebrachte Bewegung stark vergröſsert. Der Hebel streicht bei seiner Bewegung über einen oder mehrere Contactstücke hin, von denen aus Leitungen nach einer elektrischen Lärmklingel laufen. Wenn man jedoch eine mechanische Wirkung vorzieht, so kann der Hebel auch in einer gewissen Stellung eine Feder auslösen, die dann ein Läutewerk in Thätigkeit versetzt o. dgl.

Mittels dieser Vorrichtung kann bei richtiger Wahl der Verhältnisse jeder beliebige Grad der Erwärmung durch ein Lärmzeichen angezeigt werden. Auch kann durch denselben ein entstehender Brand in einem Gebäude gemeldet werden. Die Vorrichtung ist durchaus nicht empfindlich gegen Stöſse u. dgl.; sie ist in eine Messingbüchse eingeschlossen und dadurch dem Zerfressenwerden durch Wasser, Dampf u.s.w. entzogen. Sie ist besonders werthvoll für Schiffe, da es auf diesen stets schwierig ist, sich während des Laufens der Maschine und der Transmission zu überzeugen, ob die Lager warm werden oder nicht. (Londoner Electrical Engineer vom 13. Juli 1888 * S. 37.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: