Titel: Zuschriften an die Redaction.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1888, Band 270/Miszelle 2 (S. 288)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj270/mi270mi06__2

Zuschriften an die Redaction.

Von der Königl. Berginspection in Staſsfurt geht uns nachstehende Mittheilung zu, die wir an dieser Stelle gerne veröffentlichen:

Im 12. Hefte des 69. Jahrganges (Bd. 269) von Dingler's polytechnischem Journal ist auf S. 573 bei einer Notiz über das Steinsalzlager von Petite Anse eine Analyse des Staſsfurter Steinsalzes gegeben. Nach derselben enthält das Staſsfurter Steinsalz

NaCl 94,57 Proc.
MgCl2 0,97
CaSO4 0,89
Unlösliches 3,35
Wasser 0,22
–––––––––––––
100,00 Proc.

Diese Analyse entspricht der wirklichen durchschnittlichen Beschaffenheit des Staſsfurter Steinsalzes nicht, und wir nehmen daraus Gelegenheit mitzutheilen, daſs das Steinsalz des Staſsfurter sogen. oberen Lagers, d. i. das Steinsalz derjenigen Lagerstätte, welche fast ausschlieſslich ausgebeutet wird, nachstehende Zusammensetzung hat:

I II
Chlornatrium 98,72 Proc. 98,06 Proc.
schwefelsauren Kalk 0,58 0,88
schwefelsaure Magnesia 0,29 0,39
schwefelsaures Kali 0,20 0,30
Chlormagnesium 0,05
Unlösliches und Feuchtigkeit 0,21 0,32
––––––––––––––––––––––––––––
100,00 Proc. 100,00 Proc.

Möglich ist es, daſs die Ihrerseits mitgetheilte Analyse einem ausnahmsweise stark verunreinigten Stücke aus dem sogen. unteren Lager – welches in nur sehr geringem Maſse ausgebeutet wird und nicht ganz so viel Chlornatrium enthält, als das sogen. obere (jüngere) Lager – entspricht.

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