Titel: Erkennung und Bestimmung der Aldehyde in den Alkoholen des Handels.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1888, Band 270/Miszelle 3 (S. 480)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj270/mi270mi10_3

Erkennung und Bestimmung der Aldehyde in den Alkoholen des Handels.

Man stellt eine Mischung her von 1000cc einer wässerigen Fuchsinlösung von Gehalt, 20cc einer Lösung von Natriumbisulfit von 30° B. und 10cc reiner concentrirter Salzsäure. Dazu bringt man zuerst das Bisulfit zur Fuchsinlösung, wodurch dieselbe entfärbt wird (meist nach einer Stunde beendet), und setzt hierauf die Salzsäure zu, worauf man in verschlossener Flasche aufbewahrt. Der zu untersuchende Alkohol wird auf 50 Proc. verdünnt und 2cc letzterer Flüssigkeit mit 1cc des Reagens versetzt, hierauf geschüttelt und stehen gelassen. Bei Abwesenheit von Aldehyd bleibt das Gemisch farblos, im anderen Falle färbt sich letzteres rosa oder violett und zwar bereits in der Kälte; es ist hierbei jedoch zu bemerken, daſs diese Färbung nur einige Minuten anhält. M. U. Gayon, welcher diese Methode empfohlen hat, gibt an, daſs sich auf diese Weise Aldehyd noch deutlich erkennen läſst. Durch Vergleichung mit Proben reinen Alkohols, dem man Aldehyd in bestimmten Mengen beigefügt hat, läſst sich auf eine schnelle und anderweitig analytisch kaum ausführbare Weise der dem Alkohol beigemengte Aldehyd selbst quantitativ bestimmen. (Bulletin de la Société chimique, 1888 Bd. 49 Nr. 2; vgl. W. Windisch, 1887 265 415.)

C. H.

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