Titel: Baumgardt's Ausnutzung der Schirmwirkung des Eisens in Wechselstrommaschinen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1889, Band 271/Miszelle 5 (S. 45–46)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj271/mi271mi01_5

Baumgardt's Ausnutzung der Schirmwirkung des Eisens in Wechselstrommaschinen.

Eine bessere Ausnutzung des magnetischen Feldes in Wechselstrommaschinen strebt M. Baumgardt in Neumarkt bei Nürnberg nach dem Centralblatte für Elektrotechnik, 1888 * S. 717, dadurch zu erzielen, daſs nicht nur in den umlaufenden Leitern selbst, sondern auch in fest angeordneten Kupfermassen durch ein und dasselbe fest liegende magnetische Feld eine praktisch verwendbare Induction erzeugt wird. Es soll dies durch die sogen. Schirmwirkung des Eisens geschehen. Bringt man einen hohlen Eisenkörper plötzlich in ein magnetisches Feld, so schafft man damit eine zwiefache Quelle für die |46| Induction. Einmal entsteht in der Wandung des Eisenkörpers ein magnetisches Feld, das auf eine entsprechend angebrachte Wickelung inducirend wirkt, ferner verschwindet im Hohlraume ein magnetisches Feld, was demgemäſs in einem zweiten daselbst fest liegend angeordneten Drahtsysteme elektromotorische Kräfte erzeugt. Man hätte demgemäſs hohle mit Kupfermassen entsprechend versehene Eisenkörper durch magnetische Felder rotiren zu lassen, in welch letzteren sich unbeweglich angeordnete Kupfermassen befinden. Die letzte Forderung bedingt aber eine Durchbrechung der Eisenmassen an bestimmten Stellen, durch welche die Schirmwirkung sehr vermindert werden würde, wenn es nicht möglich wäre, diese Unterbrechung auf einige wenige Millimeter zu beschränken. Dazu will Baumgardt auf Speichen aus nicht magnetischem Metalle gabelförmige, auf drei Seiten mit Bewickelung versehene Eisenkörper aufstecken, deren die Gabelzinken bildende Seitentheile durch die Zwischenräume zwischen festliegenden Spulen und den mit entgegengesetzten Polen von beiden Seiten her an diese Spulen herantretende Magneten hindurchstreichen.

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