Titel: Krebs' Telephonplatten von veränderlicher Dicke.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1889, Band 271/Miszelle 6 (S. 46)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj271/mi271mi01_6

Krebs' Telephonplatten von veränderlicher Dicke.

Um eine kräftigere Wechselwirkung zwischen der schwingenden Platte eines Telephones und dem Elektromagnete desselben zu erhalten und bei ausreichender Biegsamkeit eine Uebersättigung der Platte in der Mitte zu verhüten, gibt Krebs nach einer kürzlich in der französischen Akademie der Wissenschaften gemachten Mittheilung (vgl. Annales Industrielles, 20. Jahrgang S. 354) der Platte eine von der Mitte nach dem Rande hin abnehmende Dicke. Das magnetische Feld wird von einem oder mehreren Magneten gebildet, deren Pole einerseits umfaſst werden von dem die Spule tragenden weichen Eisenkerne, andererseits von der schwingenden Platte durch Vermittelung einer Krone aus weichem Eisen, an welcher die Magnete befestigt sind, während der Rand der Platte in einem Falze der Krone festgehalten wird; die Mitte der Platte ist in nur geringer Entfernung vom Kerne. Jeder ringförmige Schnitt, dessen Achse mit der der Platte oder des Kernes zusammenfällt, erhält nun überall gleiche Dicke x, und zwar so, daſs xD = d2 : 4 ist, worin d und D der Durchmesser des Kernes und der Platte sind. Diese Abnahme der Dicke wird bis dahin fortgesetzt, wo die Platte dünn genug ist, um leicht zu schwingen. Praktisch treibt man die Verdünnung bis zu D = 8d und macht den äuſseren Durchmesser der Platte mindestens = 10d. So angefertigte Platten haben sehr groſse Schwingungs-Amplituden und an keiner Stelle des magnetischen Kreises ist die Dicke so klein, daſs eine Sättigung eintreten könnte.

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