Titel: Halsey's tragbare Bohrmaschine.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1889, Band 272 (S. 125–127)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj272/ar272017

Halsey's tragbare Bohrmaschine.

Mit Abbildungen.

Die Verwendung tragbarer Bohrmaschinen, namentlich jener mit Kraftbetrieb, wird durch die Umständlichkeit der Aufstellung am Werkstücke wesentlich beeinträchtigt (vgl. Berrier-Fontaine, 1887 264 * 543. Hodson, 1888 269 * 343. Thorne und Compagnie du Midi, 1888 270 * 438 bezieh. 439. Ramsbottom und De Bergue * 441).

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Eine hübsche Lösung zeigt nach American Machinist, 1889 Bd. 14 Nr. 5 S. 7, die in Textfig. 1 dargestellte Bohrmaschine mit Seilbetrieb und Selbstgang des Bohrvorschubes von Halsey, welche von J. J. McCabe in New York gebaut wird.

Fig. 1., Bd. 272, S. 126
Fig. 2., Bd. 272, S. 126
In irgend einem Rahmen (Fig. 2) wird eine gefensterte Rohrbüchse (Fig. 1) eingeschraubt, welche das Lager für das groſse Kegelantriebrad Fig. 1. bildet. Um den oberen Auſsenhals dieser Rohrbüchse ist der Lagerwinkel dem Bedürfnisse des Seil- oder Schnurtriebes entsprechend drehbar und vermöge einer Zwinge fest einstellbar. Während die glatte und massive Bohrspindel durch die Nabe des Antriebrades geschoben und mittels eines darin eingelegten Federkeiles behufs Drehung mitgenommen wird, kann am oberen Theile der Spindel eine mit Auſsengewinde versehene Rohrbüchse festgeklemmt werden. Diese schraubt sich in eine zweite Rohrbüchse ein, an welcher das kleinere Kegelrad sitzt. Bei einer gegenseitigen Verdrehung dieser Büchsen muſs daher die Bohrspindel in ihrer Achsrichtung vorschreiten. Erhält daher das kleinere Kegelrad eine etwas gröſsere Umlaufszahl als das gröſsere Triebrad, so wird das Verhältniſs dieser Verdrehung mit der Gewindesteigung multiplicirt, den Vorschub der Bohrspindel für einen Umlauf derselben ergeben.1) Wenn aber mittels einer an der Seilrolle vorgesehenen Kuppelung die durch die hohle Antriebswelle geschobene Steuerwelle mit dem kleineren Kegelgetriebe frei wird, so werden beide Umlaufszahlen gleich und der Vorschub der Bohrspindel hiermit abgestellt; hiegegen wird ein rascher Rückgang des Bohrers erzielt, sofern diese Steuerwelle bei ausgelöster Kuppelung mittels einer Handkurbel zurückgehalten ist.2)

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Da aber der Bohrdruck die Bohrspindel mit der aufgeklemmten Gewindehülse wegtreibt, so muſs die äuſsere Rohrhülse in das groſse Triebrad frei drehbar eingelegt, das Rad selbst aber mit einem unteren Auſsenbord gegen das Ausheben gesichert sein. Durch absatzweise Verlegung der oberen Klemmbüchse kann der geradlinige Vorschub des Bohrers bis 150mm gesteigert werden.

Zum Behufe des Bohrerwechsels wird die Klemmbüchse gelöst und die Bohrspindel sammt dem Bohrer aus dieser Vorrichtung herausgezogen. Das Gewicht dieser Bohrvorrichtung ist zu annähernd 25k angegeben.

Pr.

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[(n1n):n]s = λ.

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[(on): n]s = – s.

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