Titel: Ersatz des Photometerdiaphragmas durch rein optische Vorrichtung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1889, Band 272 (S. 178–179)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj272/ar272027

Ersatz des Photometerdiaphragmas durch eine rein optische Vorrichtung.

Mit Abbildungen.

Fig. 1., Bd. 272, S. 178
Fig. 2., Bd. 272, S. 178
Das Prinzip der Einrichtung gibt Fig. 1, welche einen durch die beiden Glasprismen A und B gelegten Hauptschnitt darstellt. B ist ein gewöhnliches total reflectirendes Prisma mit genau ebener Hypotenusenfläche, während bei Prisma A nur die Kreisfläche rs absolut eben ist, der übrige Theil qr und sp dagegen eine Kugelzone bildet. Man preſst die beiden Prismen bei rs so innig auf einander, daſs alles irgend woher auf diese Berührungsflächen auffallende Licht vollständig hindurchgeht. Das bei O befindliche Auge wird also Licht von l nur durch die Berührungsfläche rs hindurch erhalten, dagegen von λ nur diejenigen Strahlen, welche an ar und sb total reflectirt werden. Sind l und λ diffusleuchtende |179| Flächen und ist das Auge auf die Fläche arsb eingestellt, so erblickt es im Allgemeinen einen scharf begrenzten, hellen oder dunklen elliptischen Fleck in einem gleichmäſsig erleuchteten Felde. Bei Gleichheit der Lichtquellen verschwindet dieser Fleck vollkommen.

In Fig. 2 ist die Anordnung des Photometers skizzirt, wie es unter Benutzung vorstehenden Prinzips in der Werkstatt der physikalischtechnischen Reichsanstalt ausgeführt wurde.

Lothrecht zur Achse der Photometerbank mn steht der Schirm ik; er besteht aus zwei Papierblättern, zwischen welche Stanniol gelegt ist. Das diffuse vom Schirm ausgehende Licht fällt auf die Spiegel e und f, welche es senkrecht auf die Kathetenfläche cb und dp der Prismencombination werfen; der Beobachter bei O stellt durch die verschiebbare Lupe w scharf auf die Fläche arsb ein.

Ein Hauptvorzug des beschriebenen Photometers ist, wie die Verfasser O. Lummer und E. Brodhum hervorheben, daſs es frei ist von der beim Bunsen'schen Fettfleck so störenden Veränderlichkeit und ungleichmäſsigen Ausstrahlung der beiden Fettfleckseiten. Die Anordnung erlaubt, das neue Photometer ohne Weiteres an die Stelle der üblichen Bunsen'schen Apparate auf jede Photometerbank zu setzen. (Zeitschrift für Instrumentenkunde, Nr. 1 1888 S. 23; Nr. 2 dieser Zeitschrift gibt einen ausführlicheren Bericht.)

B.

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