Titel: Theilweise Abscheidung von Sauerstoff aus der Atmosphäre durch Exosmose.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1889, Band 272/Miszelle 3 (S. 143)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj272/mi272mi03_3

Theilweise Abscheidung von Sauerstoff aus der Atmosphäre durch Exosmose.

Textabbildung Bd. 272, S. 143
Die bekannte Eigenschaft des Kautschuk, Gase an seiner Oberfläche zu condensiren, benutzt H. N. Warren bei der Construction eines Apparates zur Trennung von Gasen von verschiedener Dichte. Zwei einstiefelige Luftpumpen (A und B), an deren oberen Theilen kleine Kautschukballons O und N mit zwischenliegenden Hähnen angebracht sind, stehen unten in Verbindung mit einem porösen cylindrischen Gefäſse D, in welchem sich zwei Scheiben von comprimirter Holzkohle und fein zertheiltem Kautschuk, der durch Eintauchen in eine Lösung von Kautschuk in Naphta vorher präparirt ist, befinden. Die äuſsere Hülle des porösen Cylinders bildet sehr dünner Gummi. Das Rohr E steht in Verbindung mit dem Kork C, hat zwei kleine Oeffnungen, endet an der zweiten Holzkohlenscheibe und dient, nach Ausscheidung des Sauerstoffes aus der Luft, zur Beseitigung des Stickstoffes. Ein Kolbenzug in A erzeugt ein Vacuum in D, der Cylinder füllt sich zum Theil mit sauerstoffreicher, zum Theil mit stickstoffreicher Luft, durch einen weiteren Kolbenzug in B gelangen die Gase nach den Kautschukballons O und N. Bei der Prüfung der in diesen Ballons aufgesammelten Gase zeigte sich die Luft in O, 50 Proc. Sauerstoff haltend, so daſs ein glühender Spahn entflammt wurde, die Luft in N so stickstoffhaltig, daſs der Spahn verlöschte. Durch geringe Aenderung des Apparates gelingt es, ein Gemisch von Wasserstoff und Sauerstoff so weit zu trennen, daſs bei der Entzündung der getrennten Gase nur sehr geringe Mengen Wasser gebildet werden. Versuche mit Kohlensäure und anderen Gasen lieferten gleichfalls günstige Resultate. (Chemical News, Bd. 59 S. 99.)

B.

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