Titel: Hoyer und Glahn's Apparat zum Nachweisen der Thätigkeit von Blitzableitern.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1889, Band 272/Miszelle 7 (S. 336)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj272/mi272mi07_7

Hoyer und Glahn's Apparat zum Nachweisen der Thätigkeit von Blitzableitern.

Um einen Nachweis über die Thätigkeit von Blitzableiteranlagen zu beschaffen, schalten Hoyer und Glahn in Schönebeck a. E. seit einiger Zeit eine Art Galvanoskop dauernd in die Blitzableitung ein. Es wird nach der Zeitschrift für Elektrotechnik, 1889 S. 102, um einen Eisenkern ein starker Kupferdraht einige Male herumgeführt und über demselben ist eine Magnetnadel an wagerechter Achse aufgehängt. Ein lothrechter Zeiger, welcher unten schwerer ist, sucht die Nadel in der wagerechten Lage zu halten. Geht ein starker Strom (Blitzentladung) durch die Leitung, so wird je nach der Stromrichtung der eine der beiden Pole der Nadel von dem Eisenkerne angezogen und bleibt daran kleben, so daſs man an der dauernden Ablenkung des Zeigers erkennt, daſs der Blitz eingeschlagen hat. Man vermag so nach jedem Gewitter zu erkennen, ob der Blitzableiter getroffen wurde, in welchem Falle eine Prüfung desselben sehr zu empfehlen ist. Die Apparate sollen nach Angabe der Firma in eine Unterbrechungsstelle der Leitung eingeschaltet werden. Zweckmäſsiger dürfte es indessen sein, dieselben in einer kurzen Nebenschlieſsung anzubringen, damit man so nicht genöthigt ist, die Leitung zu zerschneiden. Die Empfindlichkeit der Apparate wird auch so noch groſs genug sein. Auſserdem verstöſst das Zerschneiden der Leitung noch gegen manche ortspolizeiliche Vorschriften.

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