Titel: Waring's unterirdische Kabel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1889, Band 272/Miszelle 3 (S. 383)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj272/mi272mi08_3

Waring's unterirdische Kabel.

In Amerika sind mit gutem Erfolge ausgedehnte Versuche mit unterirdischen Kabeln gemacht worden, deren Herstellungsweise von Richard S. Waring in Pittsburg angegeben worden ist. Diese Kabel sind mit einer Bleihülle umgeben, unterscheiden sich aber von den Kabeln aus der Fabrik von Berthoud-Borel durch den zur Isolation verwendeten Stoff. Waring benutzt als Isolator ein Nebenproduct, das bei der Reinigung des Erdöles erhalten wird, nachdem alles Paraffin herausgeschafft ist. Dasselbe isolirt sehr gut und ist gegen Hitze fast unempfindlich. Thatsächlich kann die Bleihülle mittels eines Löthrohres weggeschmolzen werden, ohne daſs der Isolator anbrennt. Waring behauptet, daſs die Isolation nicht im Geringsten leiden würde, selbst wenn der Draht durch einen überstarken Strom rothglühend gemacht würde. Die Kabel können auch im Boden nahe neben Dampfrohre gelegt werden. Wo die Induction von Draht zu Draht verhütet werden muſs, bekommt in mehrdrähtigen Kabeln jeder Draht eine besondere Hülle, sonst erhalten sämmtliche Drähte eine gemeinschaftliche Hülle. Bei der Herstellung der Kabel ist sorgsam auf Ausschlieſsung von Luft und Feuchtigkeit vom Isolator zu achten.

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