Titel: Elektrische Zugbeleuchtung mit Speicherbatterien in der Schweiz.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1889, Band 272/Miszelle 3 (S. 477–478)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj272/mi272mi10_3

Elektrische Zugbeleuchtung mit Speicherbatterien in der Schweiz.

Nach dem Centralblatt für Elektrotechnik, 1889 S. 156, hat am 14. Januar der officielle Versuch mit elektrischer Zugbeleuchtung mittels Speicherbatterien der Firma J. Blanc und Comp. in Marly le Grand auf der „Suisse Occidentale |478| et Simplon-Bahn“ stattgefunden. Die von den Technikern früher ausgeführten Vorversuche mit einem Wagen haben sehr günstige Resultate ergeben.

Die zur Verwendung gekommene Speicherbatterie, die sich in einem Schubfache unter den Wagen befindet, wiegt einschlieſslich Schubkasten und Säure, also dienstfertig, 110k und besteht aus drei Stück dreizelligen Accumulatoren (Modell 15 T p) von 120 Ampère-Stunden Leistungsvermögen. In dem Wagen sind 7 Glühlampen angebracht (3 zu 10, 2 zu 8 und 2 zu 6 Normalkerzen, im Ganzen also 58 Normalkerzen Helligkeit), welche 7½ bis 8 Ampère gebrauchen. Die Lampen sind von Cuénod, Sautter und Comp. in Genf geliefert, auch ihre Aufstellung ausgeführt. Für die betreffenden Versuche, die längere Zeit fortgesetzt werden und für die auf dem Bahnhofe zu Freiberg eine Ladestation eingerichtet ist, ist eine zwölfstündige Brenndauer der Lampen festgesetzt, so daſs also, da – wie die Versuche ergeben haben – nur 90 bis 96 Ampère-Stunden erforderlich sind, die Speicherelemente nie ganz entladen werden; daher tritt auch kein merklicher Abfall der Spannung ein und demgemäſs auch kein Abfall der Helligkeit der Lampen.

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