Titel: Leclanché-Barbier's galvanische Zelle.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1889, Band 272/Miszelle 5 (S. 478–479)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj272/mi272mi10_5

Leclanché-Barbier's galvanische Zelle.

Ursprünglich bestand die Leclanché-Zelle aus einem Zinkstabe als negativem Pol, welcher mit dem aus einem Gemisch von Kohle und Manganhyperoxyd in einer Salmiaklösung stand; das Hyperoxyd verhinderte die Polarisation durch den Wasserstoff und das Ammoniak. Später hat Leclanché die porösen Gefäſse mit dem Gemisch durch Prismen ersetzt, welche unter starkem Druck aus dem nämlichen Gemisch hergestellt waren; die Prismen waren durch Kautschukbänder an einer Sammelplatte aus Kohle befestigt. Ganz neuerdings haben Leclanché und E. Barbier eine weitere Vervollkommnung der Zelle dadurch erzielt, daſs sie das Gemenge und die Herstellungsweise änderten; wegen der gröſseren Leitungsfähigkeit des poröseren und dauerhafteren Gemenges konnten sie die Kohlenplatte weglassen und dem Gemenge die Form eines Hohlcylinders geben, in dessen Mitte das Zink gestellt wird. Dadurch |479| wird die gleichmäſsig vertheilte entpolarisirende Masse besser ausgenutzt und es läſst sich leichter ein luftdichter Kautschukverschluſs anbringen, der die Verdunstung und das Auskrystallisiren der Salze verhindert. In der einen Form der neuen Zelle ist auſser dem Zinkstabe im Inneren auch noch ein auſserer Hohlcylinder von Zink vorhanden. Die elektromotorische Kraft des jetzigen Elementes ist 1,5; der Widerstand je nach der Gröſse anfänglich 0,8 bis 0,65 Ohm, nach einigen Tagen aber nur die Hälfte; die Zelle mit Zinkstab und Zinkhohlcylinder hat im Anfange nur 0,18, nach einigen Tagen mir 0,09 Ohm Widerstand.

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