Titel: Gerard's Umschaltung für Speicherbatterien.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1889, Band 272/Miszelle 2 (S. 528)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj272/mi272mi11_2

Gerard's Umschaltung für Speicherbatterien.

Wenn von Speicherbatterien mehrere Stromkreise gespeist werden, in denen der Stromverbrauch verschieden ist, so will Léon Gerard in Brüssel (* D. R. P. Kl. 21 Nr. 44862 vom 12. August 1887) eine etwaige Ueberladung und eine vorzeitige Schwächung der Batterien beim Laden und Entladen dadurch verhüten und eine gleichmäſsige Inanspruchnahme aller dadurch herbeiführen, daſs er jede einzelne durch einen Umschalter in regelmäſsiger Reihenfolge nach und nach mit jedem der verschiedenen Stromkreise verbindet. Der Umschalter besteht aus zwei über einander liegenden Scheiben, von denen die obere sich frei um eine Achse und auf der unteren Scheibe drehen kann. Die obere Scheibe ist auf ihrer oberen Fläche mit concentrisch zu einander liegenden Metallreifenpaaren versehen, gegen welche Bürsten reiben, welche paarweise mit den einzelnen Batterien verbunden sind; auf ihrer unteren Fläche dagegen trägt sie Knöpfe, die zu zweien auf gleich weit von einander liegenden Halbmessern und alle zusammen auf zwei concentrisch zu einander liegenden Kreisen angeordnet sind; jedes Paar Knöpfe ist mit einem der Metallreifenpaare verbunden. Die untere Scheibe hat auf ihrer oberen Fläche Knöpfe, die ebenfalls genau in der zuletzt beschriebenen Weise angeordnet sind, und von denen jedes Paar mit zwei Klemmen verbunden ist, die auf der äuſseren cylindrischen Mantelfläche der Scheibe sich befinden. Von den Klemmen laufen die Leitungsdrähte der einzelnen Verbrauchsstromkreise aus, und daher wird bei der Drehung der oberen Scheibe um den Abstand zweier benachbarter Halbmesser jeder Stromkreis mit einer anderen und abwechselnd der Reihe nach mit allen vorhandenen Stromquellen verbunden und letztere demnach ganz gleichmäſsig abgenutzt.

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