Titel: Reckenzaun's Elektricitätszähler.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1889, Band 273/Miszelle 4 (S. 47)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj273/mi273mi01_4

Reckenzaun's Elektricitätszähler.

Die Achse, welche das Zählwerk in Gang setzt, stellt A. Reckenzaun in London nach seinem Englischen Patente Nr. 13529 vom 19. September 1888 lothrecht und steckt auf sie eine Reibungsrolle auf, welche die Bewegung von einem sich mit seiner Stirnseite an die Rolle anlegenden und von einem Motor getriebenen Reibungsrade übernimmt. Die Rolle ist auf eine Röhre aufgesteckt, die mit dem röhrenförmigen Kerne eines Solenoids verbunden ist. Sind die Lampen nicht eingeschaltet, so treibt der Strom bloſs den Motor, der Kern befindet sich in seiner tiefsten Stelle, und dabei berührt die Rolle das immer mit gleicher Geschwindigkeit umlaufende Reibungsrad gerade in dessen Mitte, wird also von ihm nicht in Umdrehung versetzt. Werden die Lampen eingeschaltet (oder wird die Elektricität zu anderen Zwecken verbraucht), so wächst mit ihrer Zahl die Stärke des das Solenoid durchlaufenden Stromes, die Rolle steigt mit dem Kerne empor und dreht sich mit einer der Lampenzahl entsprechenden Geschwindigkeit, das Zählwerk aber zählt ihre Umdrehungen. Ein mit der Röhre verbundener Hebel bewegt gleichzeitig den Kern in einem zweiten Solenoide, um dadurch die mit der Stellungsänderung des Kernes im ersteren eintretende Aenderung der Stärke der von diesem ersteren auf seinen Kern ausgeübten Anziehung auszugleichen.

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