Titel: Ein phonographisch-telephonischer Versuch.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1889, Band 273/Miszelle 4 (S. 431–432)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj273/mi273mi09_4

Ein phonographisch-telephonischer Versuch.

Bei Gelegenheit eines Vortrags über Edison's Erfindungen hat W. J. Hammer aus East-Orange, N. J., zwischen New York und Philadelphia einen interessanten |432| Versuch angestellt, bei welchem er drei Erfindungen Edison's benutzte. In New York wurde (nach Engineering vom 15. März 1889 * S. 260) gegen einen Phonographen (vgl. 1878 227 409. 229 * 264. 1888 269 * 247. 1889 271 44) gesprochen. Die vom empfangenden Stifte in den Wachscylinder eingegrabenen Schwingungslinien setzten den die Rede wiedergebenden Stift in Bewegung, und dieser wirkte auf ein Kohlen-Mikrophon (1878 227 51. 229 * 263); die durchs Mikrophon verursachten Stromschwankungen übertrug ein Inductor als Wechselströme in eine geschlossene (zweidrähtige) Leitung zwischen New York und Philadelphia; in dieser 165km langen Linie lag ein nahezu 10km langes unterirdisches Kabel, dessen Leiter in den einen Draht eingeschaltet war, während die Schutzhülle einen Theil des zweiten Drahtes ersetzte. In Philadelphia wirkten die Wechselströme zunächst in einem Motograph-Empfänger (vgl. 1874 214 255) und setzten durch diesen den empfangenden Stift eines Phonographen in Bewegung, dessen gebender Stift wieder auf ein Kohlen-Mikrophon wirkte und durch dieses unter Mithilfe eines Inductors endlich einen zweiten Motographen in Thätigkeit versetzte, der aber so laut sprach, daſs die Zuhörerschaft es deutlich hören konnte.

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